Anforderungen an Hund & Hundeführer

Drucken

Am Anfang steht der Haushund (Canis lupus familiaris):
Stamm: Chordata (Chordatiere)
Klasse: Mammalia (Säugetiere)
Ordnung: Carnivora (Raubtiere)
Familie: Canidae (Hundeartige)
Gattung: Canis (Wölfe)
Art: Canis lupus (Wolf)
Unterart: Canis lupus familiaris (Haushund)

1. Optische Sensoren (Augen, 2x)
2. Geruchssensoren (Nase)
3. Akustische Sensoren (Ohren, 2x)
4. Geschmackssensoren und Belüftungssystem
5. Zähne (42x)
6. After- oder Daumenklaue
7. Grabgeräte (Pfoten, 4x)
8. Zitzen: beim männlichere Modell nicht funktionsfähig
9. Geschlechtsorgane: männliche und weibliche Ausführungen erhältlich
10. Output-Port
11. Stimmungsbarometer (Schwanz)
12. Taktile Sensoren
13. Höhe: gemessen von der Schulter bis zum Widerrist
14. Erkennungsmerkmal

Über dieses Grundmodell an Hund sollte man Anfangs verfügen. Ist das der Fall, ist die Grundvoraussetzung für einen Rettungshund gegeben......

Der Rettungshund:
(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

Als Rettungshund (auch Suchhund) wird ein speziell ausgebildeter Haushund bezeichnet, der eine Rettungshundeprüfung erfolgreich absolviert hat; diese Prüfung setzt i. d. R. eine ebenfalls erfolgreich abgeschlossene Begleithundeprüfung voraus. Ein Rettungshund arbeitet immer mit seinem Hundeführer (dem Rettungshundeführer, RHF) zusammen im Team (das Rettungshundeteam, RHT).
Eine organisierte Einheit von mehreren Teams wird als Rettungshundestaffel (RHS), Rettungshundezug (RHZ) bezeichnet.
Solche Einheiten werden ausgebildet, geprüft und eingesetzt von verschiedenen Hilfs- und Rettungsorganisationen wie Bundesverband Rettungshunde e.V. (BRH), DRK, ASB, den Maltesern den Johannitern, Technisches Hilfswerk, aber auch bei der Feuerwehr und in "privaten" Staffeln.

Die Nase – das wichtigste Organ des Rettungshundes:

Die Nase, also das Riechvermögen, ist beim Hund wesentlich besser entwickelt als beim Menschen. Grob zu erkennen ist das schon an der Anzahl der Riechzellen, wobei es auch zwischen den Hunderassen erhebliche Unterschiede gibt. Ganz grob kann man hier sagen: Je länger die Hundeschnauze, desto besser das Riechvermögen. Zum Vergleich:

  • Mensch 5 Millionen Riechzellen
  • Dackel 125 Millionen Riechzellen
  • Schäferhund 220 Millionen Riechzellen
  • Bloodhound 300 Millionen Riechzellen

Zur Beurteilung der Riechleistung reicht das aber bei Weitem nicht aus:
Messungen mit dem Olfaktometer haben ergeben, dass das Riechvermögen des Hundes etwa eine Million mal besser ist, als das des Menschen. Der Hund kann in kurzen Atemzügen bis zu 300 mal in der Minute atmen, so dass die Riechzellen ständig mit neuem "Material" versorgen werden.
Das wichtigste „Riechorgan“ ist das Gehirn, hier werden die eintreffenden Daten verarbeitet und ausgewertet. Der Hund ist so imstande selbst aus einer alten Spur die Richtung herauszulesen. Das Riechhirn ist im Vergleich zum Menschen riesig: Alleine 10% des Hundehirns ist dafür zuständig, beim Menschen sind es nur 1%!
Hunde schmecken Gerüche auch über das Jacobsonsche Organ, welches sich im Gaumen befindet. Der Mensch besitzt dieses Organ nicht!
Dieses transportiert die aufgenommene Information sofort an das Limbische System, das entwicklungsgeschichtlich älteste Zentrum im Gehirn. Es ist für die Entstehung von Gefühlen, Triebverhalten und für die Bildung von Hormonen verantwortlich.
Der Mensch nutzt diese besondere Fähigkeit des Hundes als Spürhund in vielen Bereichen.

Anforderungen an den Hund:

  • Alter: Der Hund sollte bei Ausbildungsbeginn maximal etwa drei Jahre alt sein.
  • Wesen: Erwartet wird vom Hund die so genannte Wesensfestigkeit; das Tier darf keine Aggression gegen Menschen oder Tiere zeigen; außerdem darf der Hund nicht im Schutzdienst gearbeitet werden/ worden sein.
  • Körperliche Voraussetzungen: Der Hund sollte eine mittlere Größe und ein nicht zu hohes Körpergewicht aufweisen.
  • Hunderassen: Den typischen Rettungshund gibt es nicht. Geeignet sind grundsätzlich alle leistungswilligen und leistungsstarken, aufgeschlossenen und nicht zu schweren Hunde, wenn sie körperliche Gesundheit, Gewandtheit, Nervenstärke, Lernfreude sowie Freundlichkeit gegenüber Menschen und Artgenossen mitbringen. Am häufigsten werden Gebrauchshunderassen eingesetzt, dies ist aber keine zwingende Voraussetzung.

...... und dann kommt der Eignungstest, besteht der Hund diesen kann die Ausbildung richtig los gehen !!!!

Ausbildungsschwerpunkte der Hunde:

  • Geländegängigkeit: Die Hunde müssen lernen glatte und beweglichen Untergründe (Schutt, Geröll, Blech, Gitterrosten, Glas, usw.) zu begehen.
  • Gerätearbeit: Schult das Pfotenspitzengefühl, Körperbewusstsein, die Balance, sorgt für sicheres, selbstständiges Bewegen in den Trümmern. Die Gerätearbeit macht den Hund geländegängig und trittsicher. Dazu gehören zu Bsp. das waagerechte und schräge Begehen von Leitern, Durchkriechen von Röhren, Überqueren einer Wippe, Arbeiten in der Höhe usw. .
  • Gehorsamsarbeit: Der Hund muss die Begleithundeprüfung ablegen (Fußgehen angeleint und frei, "Sitz", "Platz", zuverlässiges Heranrufen des Hundes, Ablegen unter Ablenkung, Voraussenden usw.)
  • Anzeigeübungen: Hier lernt der Hund die Opfer auf die gewünschte Weise anzuzeigen um somit seinem Hundeführer mitzuteilen: „Ich habe gefunden!“ Möglichkeiten dazu sind das Verbellen, Bringseln, Rückverweisen oder Scharren
  • Sucharbeit: Hier werden Suchen simuliert, die je nach Leistungsstand des Hundes angepasst sind und für den Hund immer mit einem Erfolg enden. Dabei unterscheidet man die Flächen- und Trümmersuche, sowie einen Trail absuchen (Mantrail).

Anforderungen an den Hundeführer:

  • Die Arbeit in und mit der Staffel erfordert grundsätzlich ausgeprägten Teamgeist, Ausgeglichenheit, gute Kondition, Einsatzbereitschaft im Ernstfall und regelmäßiges Training mit dem Hund, um die Leistungsfähigkeit auf dem erforderlichen hohen Stand zu halten.

Zu absolvierende Lehrgänge sind:

  • Erste Hilfe am Menschen und Hund
  • Karten- und Kompasskunde
  • Grundwissen Kynologie
  • Funkkunde
  • Statik, Trümmerkunde und Bergung
  • Organisation und Einsatztaktik
  • Lagebeurteilung
  • Sicherheit im Einsatz

...... und dann kommt die Flächen- oder Trümmerprüfung !!! Damit besteht die Einsatzfähikeit für das Team.

Copyright 2011 ASB Rettungshundestaffel Erfurt e.V. - Anforderungen an Hund & Hundeführer .
Free Joomla Theme by Hostgator